Sonntag, 3. Juli 2016

Schützenfest Sonntag - Gefallenenehrung und Festzug





Sehr verehrte Majestäten und Damen des Hofstaates,
sehr geehrter Herr Pastor Schlieps
liebe Schützenbrüder, meine sehr verehrten Damen und Herren!
Ein wichtiger Bestand- und Pflichtteil unseres Schützenfestes ist es, das wir am Sonntagmorgen, nach dem festlichen Hochamt, zum Friedhof marschieren, und am Ehrenmal für einen Moment in uns gehen um zu gedenken und zu mahnen. Die Zeitgeschichte, sowie die Gegenwart geben uns immer wieder reichlich Anlass dazu.
Ich stehe heute bereits zum achten Mal, hier am Ehrenmal um die Gedenk-
Ansprache an Euch zu richten.
Achtmal habe ich versucht, das Leid der Soldaten und Kriegsopfer der beiden Weltkriege, die anderweitig blutigen Völkermorde, so wie die irrwitzige Handlungen von Putschisten hier anzuprangern um uns zu sensibilisieren, uns wach zu halten für den Weltfrieden, damit wir nicht das erleben müssen, was unsere Groß.- u. Urgroßeltern erlebt haben, nämlich Angst, Elend Trauer und
viele weitere negativen Eigenschaften, die den Menschen zerstören.
Eigentlich hatte ich es erwartet,- umso erstaunter war ich, als ich bei der Recherche zu dieser Ansprache feststellen mußte-, daß in den acht Jahren sich in keinster Weise eine positive Entwicklung zu diesem ersehnten Frieden ergeben hat, oder sich abzeichnen wird.
Stattdessen haben sich die Aktionen des kriegerischen Handelns vervielfacht und obendrauf noch verschärft.
Wir leben in Zeiten, in denen wir Opfer einer neuen Art von Krieg beklagen.
Es sind Opfer hinterhältig agierender Mordbanden. Es sind Terroristen, die im Namen eines islamistischen Fundamentalismus zum Kampf gegen die Demokratien, gegen universelle Werte und auch gegen Muslime aufrufen, die ihrer barbarischen Ideologie nicht folgen.
Seit Jahren wissen wir, dass die kriegerischen Konflikte, näher an uns heranrücken.
Viele namenhafte Politiker von demokratischen Ländern sind sich hinsichtlich des Weltfriedens einig, das dieser seit dem 2ten Weltkrieg nie gefährdeter sei als zur Zeit. Was für eine erschütternde Perspektive! Kalter krieg?
Aus diesen Gründen dürfen wir des Mahnens nicht müde werden und das auch in Zukunft hier an dieser Stelle viele weitere Male,— das Mahnen und Gedenken für den Weltfrieden. Für diesen Frieden einzustehen und für den wir alles menschenmögliche tun sollten.
Dies ist eine Mahnung, ein Appell, eine Bitte.
Lasst uns nun gedenken:
unseren Soldaten, die in den beiden Weltkriegen gefallen, die ihren Verwundungen erlegen, in Gefangenschaft verstorben, oder seither vermisst sind.
Wir gedenken derer, die im Widerstand, die um ihrer Überzeugung oder ihres Glaubens Willen Opfer der Gewaltherrschaft wurden.
Wir gedenken der Männer, Frauen und Kinder, die in der Folge des Krieges auf der Flucht oder
bei der Vertreibung aus der Heimat ihr Leben verloren.
Wir trauern um die Soldaten und Opfer unserer Tage, die in den Friedensmissionen in aller Welt ihr Leben lassen mussten.
Gedenken wollen wir auch unserer verstorbenen Schützenbrüder und Toten.
Unserer verstorbenen Freunde, Verwandten und Nachbarn. Der Gedanke an ihnen, mit der Freude sie gekannt zu haben. Ja, sogar noch letztes Jahr hier am Ehhrenmal als Schütze unter uns waren. Wohl kaum näher, als wie in diesem Moment, können wir mit unseren Erinnerungen bei ihnen sein.
Als äußerliches Zeichen für unsere Wertschätzung und unseren Respekt werden nun die Kränze am Ehrenkreuz niedergelegt, während das "Sintfeld-Echo" das Lied vom „Guten Kameraden“ spielt
Vielen Dank für ihre Aufmerksamkeit




Sonntagnachmittag in Haaren






die ersten Tropfen fallen

durchnässt erreicht man die Schützenhalle

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